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Die Geschichte unserer Schule

Die Arbeitersiedlung „Viktoriastadt“, benannt nach der englischen Königin Viktoria, gilt als eine der ersten in Beton errichteten Wohnsiedlungen. Ab 1912 gehört die Landgemeinde Boxhagen/Rummelsburg zur Stadtgemeinde Lichtenberg. Acht Jahre später wird Lichtenberg in Groß-Berlin eingemeindet und die Sadower Straße wird 1911 in Marktstraße umbenannt.

Die Gründung einer höheren Schule erweist sich für die Landgemeinde als große Herausforderung und ist damit von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung dieser Region. Das wirtschaftlich aufstrebende Rummelsburg bietet für viele Familien den Anreiz, hier sesshaft zu werden, allerdings fehlt eine höhere Bildungseinrichtung. Aus diesem Grund schließen sich die östlichen Gemeinden zusammen, um gemeinsam hierfür eine Lösung zu finden.

Im Frühjahr 1903 kommt es in Potsdam endlich zu einem Durchbruch und die Planungen für das Real-Gymnasium können 1904 beginnen. Es wird ein deutschlandweiter Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben. Die Charlottenburger Architekten Arthur Müller und Conrad Stumm, zwei weniger bekannte Architekten, gewinnen diesen Wettbewerb.

Stationen der Schulentwicklung:

  • 1906/07 bekommt die Schule den Namen „ Realgymnasium“.
  • 1912 wird sie zum „Jahn Realgymnasium“. Realgymnasien haben zu dieser Zeit einen sehr hohen Stellenwert, sie bringen prozentual mehr Schüler an die Universität als die Gymnasien.
  • Im Ersten und Zweiten Weltkrieg ist sie eine reine Knabenschule.
  • Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ist ein Lazarett im Gebäude untergebracht, während der Schulbetrieb weiterläuft. Den Krieg übersteht das Schulgebäude ohne größere Schäden.
  • In den Nachkriegsjahren nutzt man die Aula nicht nur für schulische, sondern auch für kulturelle Zwecke wie zum Beispiel als Kino. Dazu baut man den damaligen Gesangsraum zum Filmvorführraum um.
  • In der Zeit um 1960 wird die Schule zur 1.Oberschule Berlin–Lichtenberg.
  • In den 70er-Jahren wird sie zur Kommunalen Berufsschule „Ilse Stöbe“ mit den Ausbildungsberufen Sekretärin, Bibliothekarin und anderer verwandter Berufe.
  • Anfang der 90er-Jahre fungiert die Schule als Filiale des Oberstufenzentrums für Bürowirtschaft, Sozialversicherung und Verwaltung Berlin-Steglitz.
  • 1993 beginnen die ersten Sanierungsarbeiten im Sanitärbereich des Nordflügels. 1994/95 werden die Klassenräume sowie die Heizung und die Fassade der Aula/Turnhalle saniert.
  • seit 1995 ist die Schule eigenständig und trägt den Namen „Oberstufenzentrum Bürowirtschaft II“ an den Schulstandorten Marktstraße 2-3 und Fischerstraße 32.
  • In den Sommerferien 2005 beginnen die Arbeiten am Ostflügel sowie am Rektorenhaus; Anfang Oktober 2005 gibt es die Schlüsselübergabe an den Architekten Karl Wucherpfennig zur Fortsetzung der Sanierungsarbeiten des Hauptgebäudes, Rektorenhauses, Schulhofs und der Aula.
  • Heute sind beide Standorte vollständig saniert und technisch hervorragend ausgestattet.